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REVIEWS
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Lieder mit und ohne Worte
Songs with and without Words
Thomas Michael Allen, tenor
Reinild Mees, piano
Ars Produktion
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Review by A. Laska - Das Opernglas - January 2010
Felix Mendelssohn Bartholdys Lieder gelten gemeinhin nicht als Meisterwerke des durchaus meisterhaften Komponisten, werden all zu oft als gefällige Gebrauchsmusik abgetan. Aber 2009 war (auch) ein Mendelssohn-Jahr, und so haben diese Miniaturen einmal wieder den Weg auf CD gefunden. Der englische Tenor Thomas Michael Allen und die niederländische Pianistin Reinild Mees haben sich des Liedkomponisten Mendelssohn angenommen und dabei diese Lieder mit Worten mit einigen der berühmteren "Lieder ohne Worte" durchsetzt.
In der Tat ist es vor allem die Pianistin, die dieser Aufnahme ihren besonderen Reiz verleiht und mit ihr das Klavier, auf dem sie spielt. Mees hat nämlich für diese CD einen Konzertflügel aus dem Jahr 1844 ausgewählt, dessen Schöpfer – der Pariser Klavierbauer Pierre Érard – einst ein Freund des Komponisten gewesen war. Dass dieser Érards Klaviere überaus schätzte, kann man beim Anhören dieser Aufnahme sofort nachvollziehen: Der lichte, duftige Klang des historischen Instruments scheint wie geschaffen für Mendelssohns leichtfüssig dahinperlende, gänzlich unsentimentale Klaviersätze. Vor allem aber passt dieser Klang hervorragend zu Allens heller, schlank geführter Tenorstimme, der jedes (pseudo-) romantische Pathos fremd ist. Dort jedoch, wo Mendelssohn das Gefällige hinter sich lässt, wo er – wie im "Frühlingslied" op.47 Nr.3 oder im "Reiselied" op.34 Nr.5 – Schubertsche Dimensionen erreicht, gerät Allens Tenor noch an Grenzen.
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